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Kniegelenksarthrose
Fuss- und Sprunggelenkschirurgie

Die Sportfähigkeit und Freizeitaktivität haben in unserer Gesellschaft bis ins hohe Alter einen hohen Stellenwert. Die entsprechenden Anforderungen an unseren Bewegungsapparat führen häufig zu schmerzhaften Funktionseinschränkungen und Abnutzung der Gelenke, insbesondere des Kniegelenkes.
Neue Erkenntnisse über die Zusammenhänge mechanisch schädigender Faktoren bei der Entstehung der Kniegelenksarthrose haben zu einer differenzierten und stadiengerechten Behandlungsstrategie geführt. Gelenkerhaltende, operative Behandlungsmethoden wie auch der künstliche Ersatz von Gelenksflächen kommen dabei zur Anwendung.

Die frühzeitige Korrektur einer Fehlstellung der Beinachse kann bei überlastungsbedingter Schädigung der Gelenksoberfläche eine spätere Arthroseentwicklung aufhalten oder gar verhindern. Am Häufigsten verbreitet sind O-Bein Fehlstellungen, welche sich durch einen aufklappenden Knochenschnitt am Schienbein korrigieren lassen. Die Entwicklung neuer Implantate ermöglicht eine stabile Fixation der Korrektur, welche eine frühzeitige Belastung des operierten Beines und eine schnelle Rehabilitation erlaubt. Entscheidend für ein gutes Langzeitergebnis ist eine genaue Einstellung der mechanischen Beinachse (Verbindungslinie vom Hüftgelenkszentrum zum Sprunggelenkszentrum). Um diese gleichzeitig in mehreren Ebenen exakt zu korrigieren, führen wir diese Eingriffe computerassistiert durch. Dabei kann die Beinachse während der Operation navigiert und exakt eingestellt werden. Die Operationstechnik der öffnenden Korrekturosteotomie unter Verwendung winkelstabiler Implantate (Tomofix) hat sich seit der ersten Vorstellung am Schweizerischen Orthopädenkongress 2001 konsolidiert und erfolgreich etabliert. In enger Zusammenarbeit mit den Implantatfirmen und der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese (AO) wurde die Technik weiter verfeinert und international verbreitet.
Bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose mit vollständiger Abnutzung einer Gelenksfläche bietet sich bei ausgewählten Fällen der künstliche Gelenksersatz durch eine halbseitige Knieprothese an. Die auch als Schlittenprothesen bezeichneten Kunstgelenke werden seit vielen Jahren mit Erfolg implantiert.

 

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